Lesen in Lech

Lesen in Lech

ZUG: „Für mich ist es immer ein Vergnügen, in Lech zu sein. Ich verbringe sowohl im Winter als auch im Sommer viel Zeit hier auf den Bergen. Lech ist einer der besten Plätze, um das Seelenheil zu kultivieren“, zeigte sich der Vorarlberger Musiker, Autor und Filmemacher Reinhold Bilgeri anlässlich seiner Lesung Anfang August im Hotel Stäfeli in Zug begeistert. „Lech ist zudem ein kulturelles Zentrum, das seine Ausdrucksform etwa im Literaricum oder Philosophicum Lech findet. Hier versammelt sich dann die Intelligenz aus ganz Europa.“ Reinhold Bilgeri las aus seinem neuesten Roman „Die Liebe im leisen Land“. Hierin geht es um ein Liebespaar, das sich nach fünf Jahren Ehe noch immer liebt und während des langen andauernden Lockdowns auf substanzielle Fragen stößt. Der Schauplatz ist New York, eine Stadt, zu der Reinhold Bilgeri viele persönliche Bezüge aufweist. Sowohl zu New York als auch zur Beziehung des Ehepaares zeigte der Autor viele Metaphern auf, wie beispielsweise „Die Fassaden fielen wie ein potemkinsches Dorf“ oder ganz existenzialistisch „Ekel und Sartre saßen neben ihm“. Die spannende Lesung wurde immer wieder mit musikalischen Elementen unterbrochen: „Für mich als Rock- und Jazzsänger ist es ungewöhnlich, sitzend zu singen.“ Für das zahlreich erschienene Publikum tat dies jedoch keinen Abbruch. Alle waren schlichtweg begeistert.

Unter den Besuchern befanden sich unter anderem neben den Gastgebern Gitti und Heinz Birk sowie Stephanie Birk und Thomas Krichbaum, Burgi und Tochter Gertrud Walch, Andrea Schuler aus Lech, Birgit Busch, Marc Scheuermann aus Stuttgart und Merlin Strolz.