„Rollende Museen“

„Rollende Museen“

Vor Kurzem fand die 12. Arlberg Classic Car Rally in Lech statt.

LECH: Eine sehr fröhliche Stimmung herrschte bei der Einfahrt der Teilnehmer der 12. Arlberg Classic Car Rally im Ortszentrum von Lech. Diese fand vom 24. bis 26. Juni statt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, auch junge Leute aufzufordern, an dieser Rally teilzunehmen. Die Rally sollte keinesfalls eine Altherren- oder Reichenveranstaltung darstellen. Wobei wir von der Konzeption her bewusst nicht mehr als 120 Fahrzeuge zulassen,“ erklärte Doris Mittwoch, die für die Organisation dieser Veranstaltung verantwortlich zeichnet. Ein Drittel der Gefährte bestehe aus Vorkriegsautos, die beiden weiteren Drittel je aus den 1950er- und 1960er-Jahren: „Für mich sind das rollende Museen!“

Alpine Traumkulisse
Bürgermeister Stefan Jochum, ein erklärter Oldtimer-Fan, schwenkte bei jedem ankommenden Fahrzeug die Zielfahne. „Die Autos sind unglaubliche Zeitzeugen der Entwicklung von Motorbaukunst“, erläuterte der Moderator der Veranstaltung. So waren zwei Bentleys, beide aus dem Jahre 1928, die ältesten Fahrzeuge, gefolgt von einem Marmon Roosevelt Racer und dem Mercedes-Benz SSKL von 1929. Das PS-stärkste Auto im Feld war eine Chevrolet Corvette C1, Baujahr 1960, mit strammen 350 PS. Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa. Ein niederländisches Paar hat sogar in ihrem Aston Martin Le Mans (Baujahr 1933) ihre Hochzeitsreise zur Arlberg Classic Car Rally angetreten. Aber auch die Familie Sayn-Wittgenstein-Friedrich reiste originalgetreu mit einem Mercedes-Benz Cabrio aus dem Jahr 1967 an, wobei Herr Friedrich mit 97 Jahren – und erstem Besitzer des Fahrzeugs – noch 200 Kilometer der Strecke fuhr. Beim Eintreffen im Zielraum erhielten alle Teilnehmer eine Genusskiste mit Produkten aus Lech. Der Event zog zahlreiche begeisterte Besucher an. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir einen Mehrwert für Lech setzen, unser Motto bleibt: Mit Freunden durch alpine Traumkulissen“, so Doris Mittwoch.