Rüfi 900 – Die Uphill Challenge

Rüfi 900 – Die Uphill Challenge

Michael Huber steht als Organisationsleiter des Events Rüfi 900 vor
einer Vielzahl an Herausforderungen.

LECH: Rüfi 900 ist die Uphill Challenge in Lech Zürs am Arlberg. Die legendäre Skiroute – Den Langen Zug – gilt es dabei zu überwinden. Dieses ganz besondere Rennen ist perfekt für Hobbysportler und Profis, die sich der Herausforderung Langer Zug stellen möchten. Michael Huber, Cheftrainer beim Skiclub Arlberg, ist für die Gesamtorganisation dieses spannenden Events zuständig. Wie die vorgegebene Strecke überwunden wird, ist jedem selber überlassen. Die Ausrüstung ist frei wählbar, eine motorisierte Hilfe ist allerdings nicht erlaubt.

Wann fand erstmals die Uphill Challenge Rüfi 900 statt? Was war der Anlass für die Kreierung dieses spektakulären Events?

Michael Huber: Vor fünf Jahren fand unser erster Event statt. Wir dachten zuerst, wir haben was ganz Neues erfunden. Nach einer kurzen Recherche wurde uns jedoch klar, dass dem nicht so ist. Dennoch gewann unsere Idee, den Langen Zug aufwärts zu absolvieren, immer mehr an Reiz. Somit begann dann der ganze Prozess.

Aus welchem Grund wurde der Titel Rüfi 900 gewählt?

Michael Huber: Der Rüfikopf ist der Bergname, auf dem sich das Ziel befindet. Um dieses zu erreichen, müssen mehr als 900 Höhenmeter bewältigt werden.

Sie sind seit Anfang als Organisationsleiter dabei. Wie sieht Ihr Aufgabengebiet aus? Was hat sich im Lauf der Jahre geändert?

Michael Huber: Wir sind ein tolles, knackiges Team, in dem jeder seinen Part übernimmt. Im Vorfeld sind viele organisatorische Sachen zu erledigen. Umso näher der Renntag kommt, desto umfangreicher wird es immer. Mein Hauptpart ist die Gewährung des reibungslosen Ablaufs des Rennes vom Start bis ins Ziel. Außerdem zählt die Logistik des Materials, also die Sicherheit im Langen Zug zu gewährleisten, zu meinen Aufgaben. Je nach den gegebenen Wetterverhältnissen ist es bei 80 Prozent Neigung nicht so einfach, ein B-Netz zu stellen sowie natürlich auch, die Streckenführung auf knapp 6 Kilometern zu markieren. Zudem fällt unter anderem die Organisation der Rettungskette, die Lawinensicherheit, die Verpflegung und noch vieles mehr an. Zu Beginn habe ich sogar selbst die Sieger-Trophäen aus Holz designt und hergestellt.

Worin sehen Sie Ihre persönlichen Stärken im Rahmen dieser verantwortungsvollen Funktion?

Michael Huber: Wichtig ist vor allem, die Übersicht über den ganzen Event zu behalten und kurzfristig auftretende Herausforderungen gemeinsam mit dem Team schnell lösen zu können. Ein gut funktionierendes Team ist das A und O für eine erfolgreiche Veranstaltung.

Wie viele Teammitglieder sind an der Organisation beteiligt?

Michael Huber: In der Vorbereitungsphase besteht unser Team aus fünf Personen, am Renntag sind dann rund 35 Personen im Einsatz.

Nachdem die Veranstaltung pandemiebedingt zwei Jahre nicht durchgeführt werden konnte, erfolgt nun eine Form des Neustarts. Was sind die besonderen Herausforderungen dabei?

Michael Huber: Die Planungsunsicherheit war in der Vergangenheit immer eine sehr große Herausforderung. Dennoch sind wir jetzt froh, wieder durchzustarten zu können und den vielen Sportlern im Land eine tolle Veranstaltung zu ermöglichen.

Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmer für diese spezifische Veranstaltung mitbringen? Ist diese nur für durchtrainierte Sportler geeignet?

Michael Huber: Grundsätzlich ist es eine Veranstaltung für Profisportler bis zum Hobbysportler. Grundsätzlich kann jeder daran teilnehmen. Dennoch sollte eine gewisse Vorbereitung stattgefunden haben. Jeder, der gerne wandern geht, kann auch diese Veranstaltung schaffen. Mit der richtigen Ausrüstung – Schneekette, Spikes, Schneeschuhe, Tourenski und Stöcke – ist alles möglich.

Können Sie etwas zum Streckenverlauf sagen?

Michael Huber: Der Start erfolgt am Schloßkopfparkplatz in Lech und führt zu Beginn mit leicht ansteigendem Gelände ins Wöstertal. Dort befindet sich die erste Verpflegungsstation. Sodann erhebt sich sehr eindrucksvoll der Lange Zug, welcher die Schlüsselstelle der ganzen Strecke ausmacht.
Oben angekommen kann man sich noch einmal stärken, bevor es bei der Schafalpe eine kurze Verschnaufpause gibt. Von dort an wird es dann eigentlich zum Genuss, da sich ein atemberaubendes Panorama für die Sportler auftut. Der Zieleinlauf auf dem Rüfikopf ist dann der krönende Abschluss.

Worin unterscheidet sich Rüfi 900 von anderen Uphill Challenges?

Michael Huber: Einzigartige Streckenführung, viel Herzblut und Einsatz vonseiten des OK-Teams, gute Zusammenarbeit der diversen Organisationen wie etwa des Ski-Clubs Arlberg, der Skilifte Lech, der Berg- und Pistenrettung, der Gemeinde und der Sportgeschäfte.

Zur Person:

Michael Huber
Geboren am 20.04.1989
Familie: Frau Michelle und Tochter Leni
Wohnort: Lech
Beruflicher Werdegang: Zimmermann, staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, staatlich geprüfter Trainer
Hobbys: Radfahren, Wandern, Schnitzen
Leitspruch: Gib niemals auf – du weißt nie, wie nah du deinem Ziel bist!