Seilbahnstation als Ausstellungsfläche

Seilbahnstation als Ausstellungsfläche

Die Ausstellung des Lechmuseums „Fesch! Mode im Schnee“ findet in der Talstation der Rüfikopfbahn eine Außenstelle.

LECH: „Wir haben uns bei der Rüfikopfbahn vorgenommen, den Anstehbereich in der Talstation für die Gäste attraktiver und bei Wartezeiten kurzweiliger zu gestalten“, erklärt Christoph Pfefferkorn, Vorstand der Rüfikopf-Seilbahn AG. „Dabei hatten wir uns verschiedenste Konzepte angeschaut. Schlussendlich haben wir uns unter der Leitung von Christian Röhrig für eine Zusammenarbeit mit dem Lechmuseum entschieden.“ Als erster Schritt wurde dem Lechmuseum eine Wand im Umlauf der Talstation zur Verfügung gestellt, bei der Inhalte von der jeweils aktuellen Ausstellung im Huber-Hus vorgestellt werden und somit ein prominenter Werbeplatz für das Lechmuseum geschaffen wurde. „Zukünftig soll gemeinsam mit dem Lechmuseum der ganze Raum zu einer Art Ausstellung umgestaltet werden. Neben Informationen aus den aktuellen und vergangenen Ausstellungen sollen zum Beispiel auch spezielle Technik-Themen von Seilbahnen den Gästen verständlich erklärt werden“, führt Pfefferkorn weiter aus. So soll in der Sommersaison der Raum von den Gästen intensiver genutzt werden. Der Ausstellungsraum mitten im Zentrum von Lech eignet sich zudem als perfektes Alternativprogramm bei Schlechtwetter.

„Bei der aktuellen Ausstellung von ‚Fesch! Mode für den Schnee‘ gefällt mir persönlich die Vielfalt der Themen. Manche Modetrends kenne ich nur aus den Filmen früherer Jahre, manche habe ich bereits selber mitgemacht. Wer weiß, vielleicht kommt das Skiwimmerl ja in den nächsten Jahren wieder in Mode?“, zeigt sich Christoph Pfefferkorn begeistert. Betriebsleiter Kurt Walch und sein Team sind für die gelungene Montage der Ausstellungsstücke verantwortlich.

Kooperation mit Lechmuseum
Ein wichtiger Ansatz in der Arbeit des Lechmuseums ist es, die eigenen Mauern zu verlassen. „Wir realisieren also auch gerne Projekte außerhalb des Museums, wo wir ein Publikum ansprechen können, das vielleicht nicht in Ausstellungen geht. Die Ausstellung ‚Klassiker der Skimode‘ ist ein Beispiel für ein äußerst gelungenes Zusammenspiel zweier Institutionen in Lech, nämlich den Skiliften Lech und dem Lechmuseum“, betont Birgit Heinrich, Gemeindearchivarin in Lech. „Die Skilifte verfügen über reichlich Raum und so ist in diesem Wartebereich, wo sich die Skifahrenden für die nächste Gondel anstellen, eine informative und äußerst spannende Ausstellung zu Klassikern der Skimode entstanden, also über Dinge, die man zu einer bestimmten Zeit haben musste oder muss. Viele der dort Wartenden haben wahrscheinlich das eine oder andere Kleidungsstück selbst schon getragen, man denke an die Keilhose, welche in den 1960er-Jahren mehr war als nur ein Kleidungsstück. Ebenso wie das Skiwimmerl oder der Skiclub Arlberg Pullover.“ Die Ausstellungstafeln in der Talstation der Rüfikopfbahn knüpfen somit direkt an die Ausstellung „Fesch! Mode für den Schnee“ im Lechmuseum an. Damit ist es den Skiliften gelungen, diesen zuvor unbespielten Warteraum zu einem Ort zu machen, an dem eine Auseinandersetzung mit der Skikultur passiert und damit auch eine Beschäftigung mit der eigenen Historie im weiteren Sinne. In den nächsten Jahren wird dieser Raum in der Talstation der Rüfikopfbahn mehr und mehr bespielt. Man darf also gespannt sein auf das, was noch kommt.