Verschmelzung von Realität und Fantasie

Verschmelzung von Realität und Fantasie

Im traditionsreichen Hûs Nr. 8 in Lech sind dauerhaft Exponate der Nenzinger Künstlerin Maria Gabriel zu sehen.

LECH: Erika Walch bewirtet und bewohnt gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian das historisch wertvolle Hûs Nr. 8 mitten in Lech. Dort sind seit einigen Jahren Exponate der Künstlerin Maria Gabriel aus Nenzing zu sehen. „Maria bringt mit ihren wechselnden Bildern in einer Dauerausstellung wahre ‚Augenweiden‘ in unsere Holzstuben“, betont Erika Walch. „Auf ganz besondere Art und Weise werden beim Betrachten dieser Bilder die Sinne der jeweiligen Rezipienten angeregt.“ Die Künstlerin verstehe es, Realität und Fantasie miteinander verschmelzen zu lassen oder diese ganz klar zu trennen. „In einigen Bildern trifft Maria auch punktgenau den Zeitgeist“, zeigt sich Erika Walch begeistert. „Es laufen glückliche rosa Schweinchen mit pinken Gummistiefeln durch Pfützen. Andere Schweinchen wiederum posieren im Anzug und mit bunten Kleidchen. Eine alte Bauersfrau mit Kopftuch strahlt mit der Sonne um die Wette und das selbstbewusst mit gerade mal fünf Zähnen im Mund.“ Bregenzerwälder Trachtenfrauen, die im gekonnten Stilbruch neben einem Ganoven mit schwarzer Sonnenbrille stehen, bilden ein weiteres Motiv. Ein eher lustiges Sujet sind die beiden längst verstorbenen Schauspieler Stan Laurel und Oliver Hardy, als Dick und Doof bekannt, diese posieren mit vielen Koffern als Reisende vor dem Hûs Nr. 8.

Unverwechselbarer Charme
„Jedes Bild – ob in Schwarz-Weiß oder zumeist in voller Farbenpracht – hat einen eigenen, unverwechselbaren Charme“, führt Erika Walch weiter aus. Dieser spezielle Charme beflügle sie immer wieder aufs Neue, außerdem lade er sie regelmäßig zum Innehalten ein. „Ich bin Maria dankbar dafür, welche Kraft ihre Bilder vermitteln und was diese in mir auslösen.“ Die renommierte Künstlerin habe zudem das Etikett für den Hauswein von Anton Bauer für das Hûs
Nr. 8 gemalt. „Das ist Auftragsmalerei – ganz genau nach meinen Vorstellungen. Einfach grandios“, zeigt sich Erika Walch auch von dieser spezifischen Auftragsarbeit begeistert. Die beiden Frauen verbindet mittlerweile eine Freundschaft. „Wir haben immer mehr Zeit beim Aufhängen der Bilder in unseren Stuben miteinander verbracht. Dabei haben wir uns über die Emotionen, die beim Betrachten der Bilder entstehen, ausgetauscht.“ Nach und nach entdeckten die Gastgeberin und die Künstlerin ihre gemeinsamen Vorlieben für Musik und Natur – welche weitere verbindende Elemente in ihrer Freundschaft bilden. Die Resonanz auf die ausgestellten Bilder ist enorm, so wurde erst kürzlich ein Exponat nach Neuseeland verkauft.